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Häufige Fragen (FAQs)

Jedes Jahr erreichen uns viele spannende Fragen. Von der Bodenvorbereitung, über die Aussaat bis zur Pflege. Eine Auswahl der häufigsten Fragen finden Sie hier in unseren FAQs. Es lohnt sich einen Blick in unsere Rubrik Tipps & Tricks zu werfen. Dort finden Sie zu vielen Themen weitere ausführliche Informationen.

Bodenvorbereitung

Wie muss der Boden für die Bunte Feld- und Wildblumenmischung vorbereitet werden?

Am besten beginnen Sie bereits 3-4 Wochen vor der Einsaat mit der Bodenvorbereitung (vorab Flächen genau abstecken). Vor der Einsaat müssen Sie die vorhandene Grasnarbe und Unkraut komplett entfernen, den Boden lockern und eine feinkrümelige Bodenstruktur für das Saatbeet herstellen. Günstig ist es, wenn man nach ca. 2 Wochen den Boden mit einem Rechen oberflächlich nochmals lockert und zwischenzeitlich gekeimte Unkräuter entfernt. Empfehlung – Bei starkem Keimlingsdruck erneut umgraben.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie auch HIER

Muss der Boden für die Feld- und Wildblumenmischung künstlich ausgemagert werden?

Bei nährstoffreichem Boden sollte idealerweise noch etwas Quarzsand zum Ausmagern eingearbeitet werden. Je magerer und sonniger der Standort, desto langlebiger die Blühfläche.

Wie sind die Erdmischungen für die Küchen- und Heilkräutermischungen zusammengesetzt?

Die Kräutermischung – nährstoffreich benötigt einen sonnigen Standort mit humosem, tiefgründigem und nährstoffreichem Boden. Anstatt torfhaltiger Gartenerde empfehlen wir die Verwendung von Kompost. Die Kräutermischung – mager benötigt einen sonnigen Standort mit magerem und leichtem Boden. Tipp: Dafür mischen Sie 50 % Gartenerde mit 20 % Kompost und 30 % Quarzsand.

Reicht es, wenn ich auf einen z.B. sehr steinigen Boden eine ca. 10 cm mächtige Humusschicht aufbringe?

Grundsätzlich bevorzugen unsere enthaltenen Arten nährstoffarme Verhältnisse. Sofern zwischen den Steinen genügend offene Bodenstellen vorhanden sind, muss keine zusätzliche Humusschicht aufgetragen werden. Da die Blühmischung viele Tiefwurzler enthält, die starke, senkrecht nach unten wachsende Pfahlwurzeln bilden, um an Nährstoffe und Wasser zu gelangen, empfiehlt es sich den Boden aufzulockern. So entsteht eine tiefreichende, feinkrümelige Bodenstruktur auf der sich sowohl Tiefwurzler, wie die Wilde Möhre oder die Königskerze, als auch Flachwurzler etablieren können.

Müssen sandige/magere Flächen vor der Einsaat mit Humus, Lehm oder Kompost angereichert werden?

Nein, die bunte Feld- und Wildblumenmischung ist für magere Standorte bestens geeignet. Je magerer der Standort, desto langlebiger die Blühfläche.

Standort

Ist eine Aussaat auch in schattigeren Gärten sinnvoll?

Nein, die Aussaat an sehr schattigen Plätzen wird vermutlich nicht erfolgreich sein. Die Arten der Blühmischung sind auf sonnige Standorte angewiesen.

 

Wie groß sollte das Wildblumenbeet mindestens sein?

Die Mischung reicht für 10 m². Häufigster Fehler beim Aussäen – Zuviel Saatgut auf wenig Fläche. Es gilt das Saatgut gekonnt auf die große Fläche aufzuteilen. Dabei wird je die Hälfte des Saatgutes einmal längs und einmal quer über die Fläche gesät. Es empfiehlt sich die Fläche schon bei der Bodenbearbeitung abzustecken.

 

Eignet sich die Feld- und Wildblumenmischung auch zur Dachbegrünung?

Prinzipiell schon. Jedoch ist mit der Etablierung des Blühstreifens eine konsequente Pflege samt Abräumen des Mähgutes notwendig. Das Abräumen vom Dach kann logistisch schwierig sein. Außerdem besteht unsere Mischung aus einer Kombination von Flach- und Pfahlwurzlern. Einige der Pfahlwurzler wie die Wilde Möhre wurzeln bis zu einer Bodentiefe von 80 cm.

 

Gießen

Muss ich die eingesäte Feld- und Wildblumenmischung gießen?

Grundsätzlich reagiert das Saatgut auf die entsprechenden Umweltbedingungen eigenständig. Jedoch empfiehlt sich in einem trockenen Frühjahr eine zusätzliche Bewässerung. Wildblumen benötigen mindestens 3 – 4 Wochen durchgehende Feuchtigkeit, um optimal zu quellen und zur Keimung zu gelangen. Achten Sie beim Gießen darauf behutsam vorzugehen, um das Saatgut nicht wegzuspülen. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein. Sollte das Saatgut erfolgreich gekeimt sein, wässern Sie die Fläche weiterhin – es sei denn, es regnet ausreichend.

Nachsaat

Kann die neue Feld- und Wildblumenmischung an gleicher Stelle wie im letzten Jahr ausgesät werden? (Wenn ja, wie wird vorgegangen? Umgraben und neu einsäen?)

Da es sich um eine mehrjährige Blühmischung handelt, zeigen sich auch im zweiten Standjahr Blühaspekte. Eine Neuansaat ist an dieser Stelle nicht erforderlich. Grundsätzliche ist unsere Blühmischung für eine Standzeit von 5 Jahren ausgelegt. Folgende Pflege ist ausreichend: Ende März sind überständige Pflanzenreste aus dem Vorjahr zu entfernen. Dazu die Blühfläche in einer Höhe von ca. 10 cm händisch oder mit Hilfe einer Sense / Freischneider freimachen. Das Mahdgut ist nach dem Mähen von der Fläche zu räumen, damit es zu keiner Nährstoffansammlung auf der Fläche kommt und den Kräutern genügend Licht zur Verfügung steht. Bitte nicht Mulchen! Selbstverständlich können Sie auch mit dem Saatgut aus diesem Jahr die Blühfläche um weitere 10 m² erweitern.

Kann ich in einer im Vorjahr eingesäten Blühfläche nachsäen?

Je nach Standort und Witterung entwickeln sich die Wildpflanzen sehr unterschiedlich. Wildpflanzen keimen oft nur zögerlich und ein langsames Wachstum über die ersten Monate hinweg kann typisch sein. Mache Pflanzen keimen bzw. blühen sogar erst im Folgejahr. Die zögerliche Entwicklung wird jedoch durch hohe Beständigkeit in den Folgejahren ausgeglichen. Also üben Sie sich in Geduld, denn das Warten auf die farbenfrohe Blütenpracht lohnt sich. Hierzu verweisen wir gerne auch auf das Zeitraffer Video von Herrn Amann, welches in unserer Mediathek einsehbar ist. Sollte Ihr Bestand über mehrere Jahre lückig sein, kann nachgesät werden. Dazu ist punktuell der Boden vorzubereiten.

Muss nach mehreren Jahren nachgesät/neu eingesät werden?

Es lohnt sich Ihren Blühstreifen zu beobachten. Das Saatgut des Mähgutes kann abgesammelt und eingesät werden. In diesem Fall kann auf neues Saatgut verzichtet werden. Wenn der Gras- und Unkrautdruck in Ihrem Blühstreifen Überhand nimmt, empfiehlt es sich die Fläche umzubrechen, Wurzelgut abzusammeln und ggf. auszumagern.

Eine ausführliche Beschreibung zur Bodenvorbereitung finden Sie auch HIER

Was kann ich machen, wenn die Blühmischung in den Folgejahren sehr lückig wird?

Hier empfiehlt sich eine punktuelle Nachsaat. Dementsprechend ist im Frühjahr punktuell der Boden vorzubereiten. Eine ausführliche Beschreibung zur Bodenvorbereitung finden Sie HIER

Pflege „Bunte Feld- und Wildblumen“

Wann muss ich meine Blühfläche mähen?

Ein Teil der Fläche kann bereits im Herbst händisch oder mit Hilfe einer Sense oder dem Freischneider gemäht werden. Um die Blühfläche in einem ökologisch wertvollen Zustand zu erhalten, empfiehlt es sich einen Teil der Fläche über den Winter stehen zu lassen. So trägt der stehengelassene Bereich nicht nur im Sommer zur Erhöhung der Artenvielfalt in Ihrem Garten bei, sondern schafft auch im Winter einen wichtigen Rückzugsort für Insekten. Der über den Winter stehengelassene Teil der Blühfläche wird im Frühjahr gemäht (Ende März). Die optimale Schnitthöhe beträgt 10 cm. Das Mähgut bitte immer von der Fläche entfernen.

Eine ausführliche Beschreibung zur Pflege der Mischung „Bunte Feld- und Wildblumen“ finden Sie auch HIER

 

Soll die Blühfläche über den Winter stehen gelassen werden?

Um die von Ihnen angelegte Blühfläche in einem ökologisch wertvollen Zustand zu erhalten, empfiehlt es sich, zumindest einen Teil der Fläche über den Winter stehen zu lassen (auch wenn der Schnee die Pflanzen nach unten drückt). Durch das bewusste Stehenlassen Ihrer Blühfläche über den Winter trägt diese nicht nur im Sommer zur Erhöhung der Artenvielfalt in Ihrem Garten bei, sondern schafft auch im Winter einen wichtigen Rückzugsort für Insekten. Die Bereiche, die im Herbst bzw. erst im Frühjahr gemäht werden, sollten händisch oder mit Hilfe einer Sense / Freischneider in einer Höhe von ca. 10 cm über dem Boden geschnitten werden.

Eine ausführliche Beschreibung zur Pflege der Mischung „Bunte Feld- und Wildblumen“ finden Sie auch HIER

 

Kräutermischung

Kann die Küchen- und Heilkräutermischung im Hochbeet oder Blumenkasten ausgesät werden?

Die Kräuter sollten ab März bis April auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogen werden. Im Mai -am besten nach den Eisheiligen- können die Jungpflanzen in den Garten, ins Hochbeet oder in andere Töpfe gepflanzt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die einzelnen Kräuter genügend Platz zum Wachsen haben.

Sind alle Kräuter essbar?

Nicht alle Kräuter der Kräutermischung sind zum Verzehr geeignet. Beispielsweise sind Pflanzenteile des Johanniskrauts leicht giftig. Wie die Kräuter trotzdem für Küche und Gesundheit verwendet werden können, sehen Sie in den Steckbriefen der einzelnen Arten.

Welche Heilwirkungen haben die Kräuter?

Welche Heilwirkungen die Kräuter haben und wie sie in der Küche eingesetzt werden können, finden Sie in den Steckbriefen der Arten.

Sind die Kräuter winterhart?

Da der Großteil der Kräutermischung sich aus mehrjährigen, winterharten Arten zusammensetzt, werden Sie sich an diesen im Folgejahr wieder erfreuen können. Vorsicht! Die vorgezogenen Jungpflanzen nicht zu früh nach draußen setzen, da die kleinen Pflänzchen noch sehr frostanfällig sind. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, pflanzen Sie die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) nach draußen.

Wie kann ich die Kräuter verarbeiten?

Beispiele, wie die Kräuter verarbeitet werden können finden Sie in den Steckbriefen der Arten sowie in unserem Newsletter.

Welche Kräuter sind in der Kräutermischung enthalten?

In der Kräutermischung für nährstoffreiche Standorte sind Bergbohnenkraut, Borretsch, Echtes Herzgespann, Kamille, Kümmel, Wilde Malve und Wegwarte enthalten.

In der Mischung für magere Standorte sind die mehrjährigen Kräuter Echter Salbei, Feld-Thymian (Quendel), Heil-Ziest, Johanniskraut, Kleine Bibernelle, Wilder Majoran (Gewöhnlicher Dost) und Zitronenmelisse beinhaltet.

Meine Küchen- und Heilkräutermischung keimt nicht. Was kann ich tun?

Hier ist Geduld angesagt. Es kann durchaus 2-3 Wochen dauern bis sich die ersten Keimlinge zeigen. Stellen Sie sicher, dass die Samen nicht von Erde bedeckt sind, dass ausreichend Licht/Sonne vorhanden ist und die Erde feucht gehalten wird.

Vorjährige Mischungen

War die Mischung aus dem Vorjahr mehrjährig?

Ja, die Mischung „Bunte Feld- und Wildblumen“ aus diesem Jahr unterscheidet sich kaum von der vom letzten Jahr. Wir haben lediglich einige Arten angepasst. Mittlerweile bestehen unsere Mischungen nur noch aus zertifiziertem Regio-Saatgut. Allerdins gab es 2019 & 2020 noch eine artenreiche Wiesenmischung. Die Pflege unterscheidet sich stark (siehe Blühanleitung).

Blüherfolg

Was kann ich machen, wenn sich in den Folgejahren wenige oder nur eine Art durchsetzt?

Da die Etablierung der Blühmischung stark vom Standort abhängt, kann hierzu leider keine allgemeingültige Antwort gegeben werden. Bei derartigen Fragen schreiben Sie uns eine E-Mail mit Bildern der Fläche und wir bemühen uns die Fragen individuell zu beantworten.

Sonstiges

Gibt es eine Anleitung für ein gutes Insektenhotel?

Grundsätzlich ist Totholz oder ein sonniger Sand oder Lehmhaufen das bessere Insektenhotel. Falls Sie ein Insektenhotel bauen möchten, finden sie auf der Mitmachseite der Biodiversitätsstrategie Landkreis Ravensburg eine Anleitung.

Was kann man gegen Wühlmäuse tun?

Mäuse gehören in einem naturnahen Garten dazu. Falls die Aktivitäten im Gemüsebeet dennoch mal ausufern sollten, gibt es alternative Methoden: Der NABU empfiehlt Wühlmäuse mit Duftpflanzen wie Knoblauch oder Steinklee zu vertreiben.

Gibt es ein Schild, das auf die Aktion hinweist?

In unserem Download-Bereich finden Sie ein Schild zum Ausdrucken.

Wo kann ich Saatgut für größere Flächen bestellen?

Unsere Blühmischung „Bunte Feld- und Wildblumenmischung“ wird in einer abgewandelten Form unter der Bezeichnung „Schmetterlings- und Wildbienensaum“ vom Hersteller Rieger-Hofmann vertrieben. Achten Sie bei der Bestellung auf die Ursprungsregion. Wir empfehlen die Region 17 oder zur Not angrenzende Regionen, beispielsweise Region 16

App-Vorschläge/ Medien

Welche Apps eignen sich für die Bestimmung der Kräuter und Wildblumen und liefern weitere Informationen?

Wir empfehlen Ihnen dazu die App Flora Incognita. Diese finden Sie u.a. im Google Play Store.

 

Gibt es einen Instagram-Account?

Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie Landkreis Ravensburg gibt es eine Insatgram-Seite (@naturvielfalt.ravensburg). Wir freuen uns, wenn Sie Aufnahmen Ihrer Blühflächen mit uns teilen.

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