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Häufige Fragen (FAQs)

Jedes Jahr erreichen uns viele spannende Fragen. Von der Bodenvorbereitung, über die Aussaat bis zur Pflege. Eine Auswahl der häufigsten Fragen – gegliedert nach Gemüseart finden Sie hier in unseren FAQs. Am Ende der Seite finden Sie darüber hinaus nützliche beantwortete Fragen bezüglich Ihrer Blüh- oder Kräutermischung.

Es lohnt sich einen Blick in unsere Rubrik Tipps & Tricks zu werfen. Dort finden Sie zu vielen Themen weitere ausführliche Informationen.

Ich habe meine Bestellung schon vor ein paar Wochen aufgegeben – Wo bleibt meine Bestellung?
Bitte haben Sie etwas Geduld. Unser kleines Team versucht auf Hochtouren Ihre Bestellungen zu bearbeiten.
Das Verpacken, Etikettieren und Versenden Ihrer Bestellung wird von uns händisch erledigt. Je nach Arbeitspensum erledigen diese Aufgaben 2-3 Personen. Haben Sie Verständnis, dass es deshalb auch teilweise zu Verzögerungen kommen kann.
In der letzten Bestellsaison kamen viele unserer Briefsendungen aufgrund von Tippfehlern bei der Adresseingabe wieder zu uns zurück. Wir versuchen jedoch auch diese „Rückläufer“ an den ursprünglich gedachten Adressaten zu versenden und werden uns bezüglich Ihrer richtigen Adresse mit Ihnen in Verbindung setzen.  
Um diese Bestellverzögerung zu vermeiden, empfiehlt es sich Ihre Adresse vor Abgabe noch einmal im Bestellfenster zu überprüfen.

Mein Nachbar / Bekannter hat sein Saatgut bereits erhalten. Ich habe zeitgleich/ vorher bestellt. – Wo ist meine Bestellung?
Wir fertigen unsere Bestellungen nach Bestelleingang ab.  Die Sendungen werden jedoch an unterschiedlichen Orten bearbeitet.  Einmal wöchentlich leihen wir uns einen großen Transporter, mit dem wir die fertigen Sendungen zur Poststelle fahren.  Es kann also möglich sein, dass Ihre Sendung es aufgrund der Route des Transporters diese Woche nicht in unser Postauto geschafft hat. Ihre Lieferung wird dann in der nächsten Woche versendet und innerhalb von wenigen Tagen in der Poststelle an Sie gesendet werden.

Ich habe keines der „Vielfaltsretter – Pakete“ ergattern können, will mich aber dennoch für den Erhalt alter Gemüsesorten in meinem Garten engagieren.
Es freut uns, dass Sie sich für den Erhalt alter Gemüsesorten engagieren und aktiv in Ihrem eigenen Garten mitwirken wollen. Wir kooperieren bei dieser Aktion mit keinem großen Saatgutkonzern, sondern mit einem lokalen Vielfaltsretter – Patrick Kaiser aus Tettnang. Dieser baut alle Sorten in seinem „Tatgut Vielfaltsgarten“ eigenständig an und vermehrt Sie. Hinter Design, Verpackung und Versand steht also kein großes Unternehmen, sondern lediglich eine Person, die jedes Ihrer Pakete handgefertigt auf den Weg gebracht hat. Haben Sie deshalb Verständnis, dass wir aus diesem Grund ein extrem begrenztes Kontingent an Vielfaltsretter-Paketen zur Verfügung stellen können.
Gerne können Sie jedoch einmal auf der Seite von Patrick vorbeischauen. Auf https://www.tatgut.de/ bietet er ein reichhaltiges Sortiment an Gartenraritäten an. Neben Bohnen findet sich dort noch viel mehr. Stöbern lohnt sich also!

Was ist das Besondere an Eurer Gemüseauswahl?
Unsere Sorten sind samenfest. D.h. Sie haben die Möglichkeit nächstes Jahr aus Ihren Pflanzen neues Saatgut zu beziehen. Eine detaillierte Anleitung der Samenernte finden Sie -angepasst an die jeweilige Gemüsesorte- in der Rubrik „Tipps & Tricks“ – Pflegetipps.
Darüber hinaus handelt es sich bei den Sorten um alte regionale Kultursorten, die früher in unserer Region heimisch waren. Dies macht Sie zum einen äußerst robust, da Sie an unser Klima und unsere Bodenverhältnisse angepasst sind. Zum anderen schenken Sie diesen alten -fast in Vergessenheit geratenen- Gemüsesorten durch  die Aussaat in Ihrem eigenen Garten ein neues Leben und unterstützen somit die Verbreitung dieser gefährdeten Sorten.

Wie gehe ich mit Unkraut im Gemüsebeet um?
Die beste Vorsorge für ein unkrautfreies Gemüsebeet ist die Bodenvorbereitung.
Die jeweiligen Arbeitsschritte der Bodenvorbereitung -angepasst an die jeweilige Gemüsesorte- finden Sie in der Rubrik „Tipps & Tricks“ – Pflegetipps.
Kommt es trotz guter Bodenvorbereitung zu starkem Unkrautdruck ist mulchen ist der beste Weg, um Unkraut im Gemüsegarten einzudämmen. Eine dünne Mulchschicht aus Stroh- oder Rasenschnitt unterdrückt das Keimen von Wildkräutern. Unkräuter, die dennoch auf der Mulchschicht keimen und wachsen, sind nicht sehr zahlreich und lassen sich leicht herausziehen.
Bei einzelnen Beikräutern empfiehlt sich das regelmäßige Unkraut jähten.
Auf den Einsatz von Herbiziden sollte verzichtet werden. Diese schaden nicht nur der Biodiversität, sondern auch der Verzehrbarkeit Ihres Gemüses.

Ist eine Düngung des Gemüses erforderlich?
Unsere robusten Gemüsesorten benötigen keine kontinuierliche Düngung.
Lediglich bei der Bodenvorbereitung kann der Boden bei manchen Gemüsesorten mit Kompost angereichert werden . Die jeweiligen Mengen -angepasst an die jeweilige Gemüsesorte- finden Sie in der Rubrik „Tipps & Tricks“ – Pflegetipps.
Darüber hinaus freut sich unsere Tomatenpflanze „Baselbieter Röteli“ zeitweise über eine selbst angesetzte Brennnesseljauche.

Mit welcher „Erntemenge“ kann ich rechnen?
Die Erntemenge hängt natürlich stark von Bodenvorbereitung, Pflege, (bei Tomaten: Bestäubung), Schädlingsdruck und anderen Faktoren ab, weshalb sich eine Erntemenge nur schwer prognostizieren lässt.

Ungefähre Erntemengen bei optimalen Verhältnissen:
Tomate: Die Pflanze bildet im Optimum (mit Ausgeizen) bis zu 6 – 8 Rispen aus.
Pro Rispe wachsen meist 7 bis 9 Tomaten, die im Schnitt 3 bis 4 cm groß und um die 25 g schwer werden.
Radieschen: Aus Ihren 5 g Saatgut kann prinzipiell aus jedem Korn eine Pflanze entstehen.
Dies wären ca. 300 Radieschen. In der Realität keimen jedoch nicht alle Samenkörner.
Karotte: Analog zum Radieschen entwickelt hier aus jedem Korn eine stattliche Pflanze.
Aus Erfahrungsberichten des Saatgutes lassen Sich im Schnitt 5 – 10 Möhren (unterschiedlicher Größe) pro Sorte ernten. Somit können Sie im Optimalfall 20 – 50 Karotten ernten, sollten Sie sich dazu entscheiden, das Saatgut nicht selbst zu vermehren und alles zu ernten.

Wie kann ich die Sorten selbst vermehren?
Da unser Saatgut samenfest ist, haben Sie die Möglichkeit es selbst zuhause zu vermehren.  Eine detaillierte Anleitung zur Vermehrung -angepasst an die jeweilige Gemüsesorte- in der Rubrik „Tipps & Tricks“ – Pflegetipps.

Welche Temperaturen benötigen die Tomaten beim Vorziehen?
Bei einer Keimtemperatur zwischen 18 und 25 Grad Celsius keimen Ihre Tomaten am besten. Dies ist in der Regel die übliche Raumtemperatur auf Ihrer Fensterbank an einem sonnigen Standort. Unter diesen Bedingungen dauert es etwa zehn Tage, bis die ersten Keimblätter der Tomaten zu sehen sind. Sinken die Temperaturen nachts ab, kann es zu Verzögerungen kommen.

Wie viel Wasser brauchen meine Tomaten?
Das hängt natürlich von der Größe beziehungsweise dem Entwicklungsstadium der Pflanze ab. An warmen Sommertagen benötigen große Tomaten durchaus zwei Liter am Tag, während kleine und Jungpflanzen schon mit einem halben Liter zufrieden sein können. Gießen Sie Tomaten nur, wenn diese es auch brauchen. Die Wurzeln brauchen schließlich auch Luft und zu gut gemeintes Wässern spült auch durchaus wichtige Nährstoffe aus der Erde. Der wichtigste Aspekt für das Wässern der Tomaten ist, dass Sie Ihre Pflanzen nie direkt über das Blatt gießen sollten. Immer nur indirekt am Wurzelballen gießen. Wichtig – Gießen Sie niemals zur Mittagszeit. Gerade in den Sommermonaten können die Wassertropfen an den Pflanzen schwere Schäden verursachen. Wir empfehlen morgens oder abends zu gießen.

Meine Tomatenpflanze lässt die Blätter hängen – was mache ich falsch?
Eventuell machen Sie alles richtig. Hängen die Triebe mittags schlaff herab, kann das auch ein Schutzmechanismus der Pflanzen gegen Hitze sein – die Blätter sind dann aber abends wieder straff.
Es empfiehlt sich hierbei auch, auf die Feuchtigkeit des Bodens zu achten. Höchste Zeit wird es, wenn die Blätter Ihrer Tomaten morgens schlaff herunterhängen und der Boden trocken ist, dann lässt die Tomate aus Wassermangel die Blätter hängen. Um pralle Früchte zu erzielen, sollten Sie Ihre Pflanzen verstärkt wässern.

Was bedeutet es, meine Tomatenpflanze ein- oder zweitriebig zu erziehen? / Was bedeutet „Ausgeizen“?  
Tomaten sind von Natur aus mehrtriebige Pflanzen. D.h. sie haben das Bestreben, in jeder Blattachse einen neuen Trieb zu bilden. Unter optimalen klimatischen Bedingungen kann man so aus einer Tomatenpflanze 2 Triebe ziehen, die den doppelten Tomatenertrag bringen. Unter unseren mitteleuropäischen Klimaverhältnissen empfiehlt es sich jedoch nicht, die Tomate zweitriebig zu erziehen, da die Reifezeit der Tomaten verzögert wird und man Gefahr läuft, gar keine reifen Früchte zu ernten, da die Sonneneinstrahlung zu gering ist.

Bei der eintriebigen Kultur werden alle Nebentriebe, die sich in den Blattachseln bilden, möglichst frühzeitig ausgebrochen oder herausgeschnitten. Diesen Vorgang bezeichnet man als Ausgeizen. Im Laufe des Sommers sollten die unteren Blätter Stück für Stück entfernt werden. Das fördert die Pflanzengesundheit und die bessere Reife der Früchte. Eine genaue Beschreibung des „Ausgeizens“ finden Sie als Bildreihe hier: https://www.tomatenmitgeschmack.de/u/tomaten-ausgeizen-DID-102.pdf
Oder alternativ unter der Rubrik „Tipps & Tricks“.

Muss man die Tomaten zeitversetzt ziehen um unterschiedliche Erntezeiten zu bekommen?
Unter unseren mitteleuropäischen Klimaverhältnissen empfiehlt es sich nicht, die Tomatensamen zeitversetzt einzusäen, um unterschiedliche Erntezeiten zu bekommen.
Gegen Ende der Reifezeit kann es in unseren Breitengraden zu kalt und nass werden. Bei zu feuchten Bedingungen laufen die Tomaten Gefahr die gefürchtete Kraut- und Braunfäule zu bekommen. Ein Symptom dieser Krankheit sind braune Blätter und abfaulende Früchte.
Es empfiehlt sich also alle unsere Tomatensamen zeitgleich einzusäen. Bei einer zu reichen Ernte können überschüssige Tomaten auch eingekocht werden.

Ich habe zu viele Tomaten – Was nun?
Erst einmal dürfen wir Sie zu Ihrem großartigen Ernteerfolg beglückwünschen. Und sollte es dieses Jahr mit der Ernte doch nicht so üppig ausgefallen sein, wie erwartet, haben Sie die Möglichkeit, neues Saatgut aus Ihren Tomaten zu beziehen, mit dem die Ernte nächstes Jahr auf jeden Fall ein Erfolg werden wird. Mehr in der Rubrik „Tipps & Tricks“ unter „Saatgut & Vermehrung“.
Wenn die Tomatenernte besonders üppig ausfällt, greifen Sie doch auf die alte und urtümliche Methode des Einkochens für das Fruchtgemüse zurück. Wichtig beim Einkochen: Bevor Sie die Gläser mit Tomaten befüllen, sollten Sie vorerst mit kochendem Wasser ausgespült werden. Geben Sie die vorbereiteten ganzen Tomaten in die sterilisierten Einkochgläser und übergießen Sie die Früchte mit gesalzenem Wasser (man rechnet etwa mit einem halben Teelöffel Salz pro Liter Wasser). Nach Wunsch können Sie auch noch weitere Gewürze hinzufügen (siehe unten). Verschließen Sie die Gläser fest – die Weckgläser mit Gummiring und Klammern und die Schraubgläser mit dem Schraubdeckel. Stellen Sie die Gläser auf das Gitter im Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf und füllen Sie so viel Wasser ein, dass die Gläser zu mindestens drei Vierteln darinstehen. Wichtig: Es sollte etwa dieselbe Temperatur haben wie die Flüssigkeit in den Gläsern. Kochen Sie die Tomaten etwa eine halbe Stunde bei 90 Grad Celsius ein. Lassen Sie die Gläser danach abkühlen. Tipp: Die Samenernte ist wunderbar vereinbar mit dem Einkochen. Für die Samenernte folgen Sie dem Erklärvideo in unserer Rubrik „Tipps & Tricks“ unter „Saatgut und Vermehrung“.
Der Vorteil des Einkochens ist, dass Sie nun das ganze Jahr auf heimische Tomaten zurückgreifen können.

In der Mitte meiner Radieschen bildet sich ein hoher länglicher Trieb – Was ist das?
Bildet sich neben den Seitenblättern ein aufrechter Trieb, der rasant in die Höhe wächst, gehen Ihre Radieschen dazu über, in die Blütenbildung zu gehen.
Die in der ersten Hälfte des Wachstums in der Wurzel gesammelte Energie wird innerhalb kurzer Zeit in einen mächtigen Blütenstand gepumpt. Das hat zur Folge, dass das ‚Radieschen‘ seine knackige, saftige Konsistenz verliert und sich in einen holzigen Erdanker verwandelt, der die Blüte aufrecht halten soll. Ist es soweit, dass erste Pflanzen „schießen“, fangen Sie am besten mit der Ernte an. Einzelne Früchte können Sie gerne zur Blüte kommen lassen, dies freut nicht nur heimische Insekten, die die Pflanzen als Nahrungsquelle nutzen, sondern auch Sie – Sie können aus den Radieschen nach dem Abblühen neues Saatgut für das nächste Jahr beziehen. Mehr dazu in der Rubrik: „Tipps & Tricks – Saatgut und Vermehrung“.
Sollten Ihre Radieschen regelmäßig zu früh „schießen“ empfiehlt es sich, den Standort zu wechseln. Eventuell ist der Standort entweder zu warm oder dauerhaft zu nährstoffreich, sodass die Pflanze keine Notwendigkeit sieht, Energie in der Wurzel zu lagern, sondern direkt in die Blütenbildung überzugehen.

Meine Radieschen gehen zu früh in Blüte, es bildet sich keine Wurzel aus /Meine Radieschen sind klein und schmecken pelzig oder zu scharf.
Sollten Ihre Radieschen regelmäßig zu früh „schießen“ empfiehlt es sich, den Standort zu wechseln. Eventuell ist der Standort entweder zu warm oder dauerhaft zu nährstoffreich, sodass die Pflanze keine Notwendigkeit sieht, Energie in der Wurzel zu lagern, sondern direkt in die Blütenbildung überzugehen. Bei einer Aussaat auf dem Balkon ist darauf zu achten, dass sich das Erdreich im Blumenkübel nicht zu stark erwärmt sonst gehen die Radieschen vorzeitig in Blüte und entwickeln keine schmackhafte Wurzel.

Auf den Blättern meiner Radieschen finden sich viele kleine (2-3 mm) große Löcher. Was ist das?
Winzig kleine Erdflöhe haben sich im Erdreich um Ihre Radieschen angesiedelt. Schon ab April bzw. bei Temperaturen um 5 °C starten die überwinterten Erdflöhe. Sie fressen an Ihren Radiesschenblättern und beginnen dann mit der Vermehrung. Die Blätter älterer Pflanzen haben ein dickeres Schutzgewebe und sind weniger betroffen. Jungen Pflanzen und Sämlingen können jedoch so geschädigt werden, dass die das Wachstum komplett einstellen oder sogar absterben.
Wichtigste Kulturmaßnahmen zur Bekämpfung der Erdflöhe sind Hacken und Mulchen. Ein lockerer und feuchter Boden hält die Erdflöhe in Schach! Häufiges Hacken ist also angesagt und regelmäßiges Mulchen mit Rasenschnitt, solange bis keine neuen Fraßschäden an den Pflanzen erkennbar sind.

Kann ich das anfallende Möhrenkraut auch noch weiterverwenden? 
Ja! Selbst das Möhrenkraut können Sie weiterverwenden – Nicht nur Kleintieren, Pferden und Hühnern schmeckt das grüne Kraut. Versuchen Sie sich doch einmal an einem Möhrenkraut-Pesto.
Wie aus vielen anderen Gemüseblättern auch, können Sie aus Möhrengrün ein leckeres Pesto herstellen. Für ein kleines Glas benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 50 g Nüsse – Walnüsse, Cashew-Kerne, Mandeln
  • 50 g Möhrengrün
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz

Und so einfach geht´s: Möhrengrün waschen und grob hacken. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Mixer geben und bis zur gewünschten Konsistenz mixen. Das fertige Pesto in Schraubgläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Meine Karotten erscheinen welk und verkümmert. Um die Pflanze sind viele Ameisen anzutreffen.
Dies deutet leider auf einen Wurzellausbefall hin. Bevorzugt befallen Wurzelläuse Pflanzen, die bereits durch andere Ursachen wie zum Beispiel Bodenverdichtungen, staunässebedingte Fäulnis und Mangelerscheinungen geschädigt sind. Aus diesem Grunde sind die Schritte der Bodenvorbereitung zur Vermeidung solcher Schädlinge essentiell (Mehr dazu in der Rubrik „Tipps & Tricks“ – Karotte).
Wie Blattläuse und Schildläuse scheiden auch die Wurzelläuse Honigtau aus, durch den sie Ameisen anlocken. Ein Befall mit Wurzelläusen geht daher häufig einem Befall von Ameisen einher.
Gräbt man die betroffenen Pflanzen aus, lässt sich an ihren Wurzeln und dem Wurzelhals sowie in der sie umgebenen Erde ein wachsartiges, weißes Pulver erkennen, welches von den Schädlingen ausgeschieden wird. Wird ein Befall mit Wurzelläusen bemerkt, kann er – soweit er noch nicht zu weit fortgeschritten ist – durch ein regelmäßiges Gießen des freigelegten Wurzelbereichs mit Rainfarnbrühe reduziert werden.

Stark befallende Pflanzen können auch ausgegraben werden. Ihre Wurzeln werden abgewaschen und von den Läusen gesäubert, bevor man sie wieder in frische Erde setzt.

Auf den Blüten meiner Möhren sind viele Raupen zu sehen. Schaden diese der Möhre?
Erst einmal wollen wir Sie herzlich dazu beglückwünschen, dass Ihr Gemüsebeet ein wahrer Hotspot der Artenvielfalt zu sein scheint. Ihr Gemüsebeet bietet in diesem Zustand einen wertvollen Rückzugs- und Futterort für viele einheimische Insektenarten. Die Tiere schaden der Pflanze nicht.
Vielleicht dient Ihr Gemüsegarten ja als Refugium für den stark gefährdeten Schwalbenschwanz, der in Deutschland so selten ist, dass er unter Naturschutz steht. Diese Schmetterlingsart hat sich auf die Möhre als Futterpflanze spezialisiert. Wer seine Raupen im Gemüse findet, sollte sie gewähren lassen und sich auf den größten einheimischen Tagfalter freuen.
Meist ist es so, dass die Raupen vom einen auf den anderen Tag verschwinden. Sie verpuppen sich – der unauffällige Kokon hängt oft an einem Stängel ein paar Handbreit über dem Boden. Im Hochsommer schlüpft daraus die zweite Generation der Schmetterlinge. Die Nachkommen der Sommergeneration überdauern in der Regel als Puppen den Winter und verwandeln sich erst im folgenden Frühjahr in Schmetterlinge. Räumen Sie den Gemüsegarten daher im Herbst nicht gar so gründlich auf, damit die Puppen den Winter im Schutze von verwelkten Pflanzen überleben.
Lassen Sie uns gerne über unser Kontaktformular einige Bilder der Raupen zukommen, damit wir die Arten gemeinsam bestimmen können.

Muss man die Bohnen vor der Einsaat in Wasser einweichen?
Dies ist in der Regel nicht nötig. Am besten vertrauen Sie auf das Bohnenkorn selbst und säen es dann aus, wenn der Boden warm ist. Ein altes Sprichwort besagt: Bohnen sollte man barfuß säen können. Je wärmer, desto schneller keimt die Saat. Dafür brauchen sowohl Stangen- als auch Buschbohnen eine Bodentemperatur über zehn Grad Celsius, womit ab Mitte Mai zu rechnen ist. Wenn die Bohnen im Wasser eingeweicht werden, gaukelt das der Bohne eine optimale Wasserversorgung vor und sie beginnt zu keimen. Wenn es nach der Aussaat dann jedoch lange Trocken bleibt, geht der Keimling gleich wieder ein. Es ist besser die Bohne per Direktsaat auszusäen und die Bohne selbst entscheiden zu lassen, wann der optimale Keimzeitpunkt zu sein scheint.

Benötigen die Bohnen eine Rankhilfe?
Damit die Ranken genügend Halt finden, ist eine stabile Kletterhilfe unerlässlich. Die wird noch vor der Aussaat der Stangenbohnen im Beet aufgestellt, um die empfindlichen Wurzeln vor eventuellen Beschädigungen zu schützen. Die Wuchshöhe unserer Sorten beträgt bis zu 3 Metern. Auch wenn Stangenbohnen bis zu drei Meter hochwachsen, werden Sie sie in dieser Höhe kaum noch ernten können. Rankhilfen bis zu 2 Meter Höhe reichen deshalb völlig aus.
Runde Bohnenstangen aus Holz finden Sie im gut sortierten (auf Obst- und Gemüsebau spezialisierten) Landhandelsgeschäft (wie beispielsweise BayWa).

Wie hoch müssen die Bohnenkletterhilfen sein?
Stangenbohnen wachsen nach oben – und das maximal bis zu einer Höhe von 3 Metern. Auch wenn Stangenbohnen bis zu drei Meter hochwachsen, werden Sie sie in dieser Höhe kaum noch ernten können. Rankhilfen bis zu 2 Meter Höhe reichen deshalb völlig aus. Damit die Ranken genügend Halt finden, ist eine stabile Kletterhilfe unerlässlich. Die wird noch vor der Aussaat der Stangenbohnen im Beet aufgestellt, um die empfindlichen Wurzeln vor eventuellen Beschädigungen zu schützen.

Um welche einheimischen Wildarten handelt es sich? Gibt es eine Liste mit Namen?
Die Mischung stammt vom Saatguthersteller Rieger-Hofmann. Die genaue Zusammensetzung finden Sie HIER.

Muss die Blumenwiese jedes Jahr neu gesät werden?
Unsere Mischung ist mehrjährig. Es empfiehlt sich also die Fläche nicht jährlich umzubrechen, denn Sie enthält viele Arten, die erst im zweiten Jahr blühen (im ersten Jahr bilden diese nur eine unscheinbare Blattrosette aus).

Ist eine Aussaat auch in schattigeren Gärten sinnvoll?
Nein, die Aussaat an sehr schattigen Plätzen wird vermutlich nicht erfolgreich sein. Die Arten der Blühmischung sind auf sonnige Standorte angewiesen.

Wie groß sollte das Wildblumenbeet mindestens sein?
Die Mischung reicht für 10 m². Häufigster Fehler beim Aussäen – Zuviel Saatgut auf wenig Fläche. Es gilt das Saatgut gekonnt auf die große Fläche aufzuteilen. Dabei wird je die Hälfte des Saatgutes einmal längs und einmal quer über die Fläche gesät. Es empfiehlt sich die Fläche schon bei der Bodenbearbeitung abzustecken.

Eignet sich die Feld- und Wildblumenmischung auch zur Dachbegrünung?
Prinzipiell schon. Jedoch ist mit der Etablierung des Blühstreifens eine konsequente Pflege samt Abräumen des Mähgutes notwendig. Das Abräumen vom Dach kann logistisch schwierig sein. Außerdem besteht unsere Mischung aus einer Kombination von Flach- und Pfahlwurzlern. Einige der Pfahlwurzler wie die Wilde Möhre wurzeln bis zu einer Bodentiefe von 80 cm.

Wie muss der Boden für die Bunte Feld- und Wildblumenmischung vorbereitet werden?
Am besten beginnen Sie bereits 3-4 Wochen vor der Einsaat mit der Bodenvorbereitung (vorab Flächen genau abstecken). Vor der Einsaat müssen Sie die vorhandene Grasnarbe und Unkraut komplett entfernen, den Boden lockern und eine feinkrümelige Bodenstruktur für das Saatbeet herstellen. Günstig ist es, wenn man nach ca. 2 Wochen den Boden mit einem Rechen oberflächlich nochmals lockert und zwischenzeitlich gekeimte Unkräuter entfernt. Empfehlung – Bei starkem Keimlingsdruck erneut umgraben.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie auch HIER

Muss der Boden für die Feld- und Wildblumenmischung künstlich ausgemagert werden?
Bei nährstoffreichem Boden sollte idealerweise noch etwas Quarzsand zum Ausmagern eingearbeitet werden. Je magerer und sonniger der Standort, desto langlebiger die Blühfläche.

Reicht es, wenn ich auf einen z.B. sehr steinigen Boden eine ca. 10 cm mächtige Humusschicht aufbringe?
Grundsätzlich bevorzugen unsere enthaltenen Arten nährstoffarme Verhältnisse. Sofern zwischen den Steinen genügend offene Bodenstellen vorhanden sind, muss keine zusätzliche Humusschicht aufgetragen werden. Da die Blühmischung viele Tiefwurzler enthält, die starke, senkrecht nach unten wachsende Pfahlwurzeln bilden, um an Nährstoffe und Wasser zu gelangen, empfiehlt es sich den Boden aufzulockern. So entsteht eine tiefreichende, feinkrümelige Bodenstruktur auf der sich sowohl Tiefwurzler, wie die Wilde Möhre oder die Königskerze, als auch Flachwurzler etablieren können.

Müssen sandige/magere Flächen vor der Einsaat mit Humus, Lehm oder Kompost angereichert werden?
Nein, die bunte Feld- und Wildblumenmischung ist für magere Standorte bestens geeignet. Je magerer der Standort, desto langlebiger die Blühfläche.

Wann muss ich meine Blühfläche mähen?
Ein Teil der Fläche kann bereits im Herbst händisch oder mit Hilfe einer Sense oder dem Freischneider gemäht werden. Um die Blühfläche in einem ökologisch wertvollen Zustand zu erhalten, empfiehlt es sich einen Teil der Fläche über den Winter stehen zu lassen. So trägt der stehengelassene Bereich nicht nur im Sommer zur Erhöhung der Artenvielfalt in Ihrem Garten bei, sondern schafft auch im Winter einen wichtigen Rückzugsort für Insekten. Der über den Winter stehengelassene Teil der Blühfläche wird im Frühjahr gemäht (Ende März). Die optimale Schnitthöhe beträgt 10 cm. Das Mähgut bitte immer von der Fläche entfernen.

Eine ausführliche Beschreibung zur Pflege der Mischung „Bunte Feld- und Wildblumen“ finden Sie auch HIER

Soll die Blühfläche über den Winter stehen gelassen werden?
Um die von Ihnen angelegte Blühfläche in einem ökologisch wertvollen Zustand zu erhalten, empfiehlt es sich, zumindest einen Teil der Fläche über den Winter stehen zu lassen (auch wenn der Schnee die Pflanzen nach unten drückt). Durch das bewusste Stehenlassen Ihrer Blühfläche über den Winter trägt diese nicht nur im Sommer zur Erhöhung der Artenvielfalt in Ihrem Garten bei, sondern schafft auch im Winter einen wichtigen Rückzugsort für Insekten. Die Bereiche, die im Herbst bzw. erst im Frühjahr gemäht werden, sollten händisch oder mit Hilfe einer Sense / Freischneider in einer Höhe von ca. 10 cm über dem Boden geschnitten werden.

Eine ausführliche Beschreibung zur Pflege der Mischung „Bunte Feld- und Wildblumen“ finden Sie auch HIER

Was kann ich machen, wenn sich in den Folgejahren wenige oder nur eine Art durchsetzt?
Da die Etablierung der Blühmischung stark vom Standort abhängt, kann hierzu leider keine allgemeingültige Antwort gegeben werden. Bei derartigen Fragen schreiben Sie uns eine E-Mail mit Bildern der Fläche und wir bemühen uns die Fragen individuell zu beantworten.

Kann die Küchen- und Heilkräutermischung im Hochbeet oder Blumenkasten ausgesät werden?
Die Kräuter sollten ab März bis April auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogen werden. Im Mai -am besten nach den Eisheiligen- können die Jungpflanzen in den Garten, ins Hochbeet oder in andere Töpfe gepflanzt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die einzelnen Kräuter genügend Platz zum Wachsen haben.

Sind alle Kräuter essbar?
Nicht alle Kräuter der Kräutermischung sind zum Verzehr geeignet. Beispielsweise sind Pflanzenteile des Johanniskrauts leicht giftig. Wie die Kräuter trotzdem für Küche und Gesundheit verwendet werden können, sehen Sie in den Steckbriefen der einzelnen Arten.

Welche Heilwirkungen haben die Kräuter?
Welche Heilwirkungen die Kräuter haben und wie sie in der Küche eingesetzt werden können, finden Sie in den Steckbriefen der Arten.

Sind die Kräuter winterhart?
Da der Großteil der Kräutermischung sich aus mehrjährigen, winterharten Arten zusammensetzt, werden Sie sich an diesen im Folgejahr wieder erfreuen können. Vorsicht! Die vorgezogenen Jungpflanzen nicht zu früh nach draußen setzen, da die kleinen Pflänzchen noch sehr frostanfällig sind. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, pflanzen Sie die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) nach draußen.

Wie kann ich die Kräuter verarbeiten?
Beispiele, wie die Kräuter verarbeitet werden können finden Sie in den Steckbriefen der Arten sowie in unserem Newsletter.

Welche Kräuter sind in der Kräutermischung enthalten?
In der Kräutermischung für nährstoffreiche Standorte sind Bergbohnenkraut, Borretsch, Echtes Herzgespann, Kamille, Kümmel, Wilde Malve und Wegwarte enthalten.

In der Mischung für magere Standorte sind die mehrjährigen Kräuter Echter Salbei, Feld-Thymian (Quendel), Heil-Ziest, Johanniskraut, Kleine Bibernelle, Wilder Majoran (Gewöhnlicher Dost) und Zitronenmelisse beinhaltet.

Meine Küchen- und Heilkräutermischung keimt nicht. Was kann ich tun?
Hier ist Geduld angesagt. Es kann durchaus 2-3 Wochen dauern bis sich die ersten Keimlinge zeigen. Stellen Sie sicher, dass die Samen nicht von Erde bedeckt sind, dass ausreichend Licht/Sonne vorhanden ist und die Erde feucht gehalten wird.

War die Mischung aus dem Vorjahr mehrjährig?
Ja, die Mischung „Bunte Feld- und Wildblumen“ aus diesem Jahr unterscheidet sich kaum von der vom letzten Jahr. Wir haben lediglich einige Arten angepasst. Mittlerweile bestehen unsere Mischungen nur noch aus zertifiziertem Regio-Saatgut. Allerdins gab es 2019 & 2020 noch eine artenreiche Wiesenmischung. Die Pflege unterscheidet sich stark (siehe Blühanleitung).

Wir haben unsere letztjährige Fläche stehen lassen. Soll diese dieses Jahr wieder umgegraben werden?
Grundsätzlich brauchen Sie Ihre Blühfläche nicht erneut umbrechen. Sollte Ihre Blühfläche zu stark vergrasen, empfiehlt es sich einzelne Parzellen der vergrasten Flächen erneut umzubrechen. So verhindern Sie, dass sich der Grasfilm weiter in Ihrer Blühfläche verbreitet und über die Jahre eine starke Lichtkonkurrenz zu unseren Blumen darstellt.
Auf die umgebrochenen Flächen kann mit gewohnten Bodennachbereitungen (Entfernen von groben Wurzelresten, Andrücken / Anwalzen des Saatgutes, Gießen etc.) neues Saatgut unserer Blühmischungen ausgebracht werden.
Um die Farbenpracht Ihrer Blühfläche wieder aufleben zu lassen, sind periodische Offenbodenstellen ohnehin nützlich. Manche Arten unserer Blühmischungen sind nämlich an genau solche Offenbodenstellen angepasst (wie z.B. der Mohn). So setzen Sie immer wieder neue Farbakzente in Ihrer Blühfläche.

Gibt es eine Anleitung für ein gutes Insektenhotel?
Grundsätzlich ist Totholz oder ein sonniger Sand oder Lehmhaufen das bessere Insektenhotel. Falls Sie ein Insektenhotel bauen möchten, finden sie auf der Mitmachseite der Biodiversitätsstrategie Landkreis Ravensburg eine Anleitung.

Was kann man gegen Wühlmäuse tun?
Mäuse gehören in einem naturnahen Garten dazu. Falls die Aktivitäten im Gemüsebeet dennoch mal ausufern sollten, gibt es alternative Methoden: Der NABU empfiehlt Wühlmäuse mit Duftpflanzen wie Knoblauch oder Steinklee zu vertreiben.

Wohin mit den abgesammelten Schnecken?
Hungrige Nacktschnecken sind eine Plage für jeden Gärtner. Jedoch ist auch ist hier zu differenzieren: Die Nacktschnecke des Tigerschnegels frisst dieEier der unliebsamen spanischen (orangen) Wegschnecke. Er soll seinen unliebsamen Artgenossen sogar angreifen. Tigerschnegel sollten also auf keinen Fall abgesammelt werden. Das gilt beispielsweise auch für die geschützten Weinbergschnecken und Bänderschnecken.  Aber es gilt: Auch die spanische Nacktschnecke gehört zur Natur und ist ein Teil dieser Biodiversität. Bitte verzichten Sie aus diesem Grund auf das rabiate Bier,- Koch- oder Salzwasserbad, was für die Tiere einen langsamen und
schmerzhaften Tod bedeutet. Zudem ziehen diese Fallen durch den Bier- Verwesungsgeruch meist nur noch mehr Tiere an.
Es empfiehlt sich die Tiere mit auf einen langen Spaziergang zu nehmen. Am besten setzen Sie die ungebetenen Gäste an einem Flusslauf oder in einem Park aus, weit entfernt Ihres Gartens aus. Dort erfreuen sich die Stockenten über den abwechslungsreichen Snack. Sollte die Invasion nicht stoppen können Indische Laufenten Abhilfe schaffen.
Diese können wochenweise bei vielen Züchtern in der Umgebung ausgeliehen werden. Die gefräßigen Enten dezimieren Ihren Bestand immens, sind jedoch auch ein wenig kostspieliger.
Grundsätzlich ist jedoch zu sagen, dass die beste Prävention für eine Schneckenplage ein biodiverser Garten ist. Denn zu einer Schneckenplage kann es nur dann kommen, wenn die Schnecken nicht genügend Feinde haben. So fressen neben vielen Amphibien auch Insekten, wie Laufkäfer und Weberknechte Schnecken. Wie sie neue Strukturen für diese Nutznießer schaffen können, um die Artenvielfalt in Ihrem Garten zu erhöhen, erfahren Sie HIER

Ich habe eine Frage zu dem braunen Gartenkäfer, der im Juni auftaucht und alles abfrisst. Egal ob Rosenblüten, Himbeere oder Apfleblüten. Was kann ich gegen diese Plage tun?
Ich habe eine Frage zu dem braunen Gartenkäfer der im Juni auftaucht und alles abfrisst. Egal ob Rosenblüten, Himbeere und Brombeerblätter oder auch die Apfelblüten. Was kann ich gegen diese Plage machen?
Der Gartenlaubkäfer befällt vor allem Rosen- und Obstgehölze, seine Larven können jedoch auch ganze Rasenflächen schädigen. So erkennen und bekämpfen Sie die Schädlinge. Durch das Aufstellen spezifischer Gartenlaubkäfer-Fallen (Lockstofffallen) während des Käferfluges halten Sie die Insekten in Schach und vermindern so den Nachwuchs im Folgejahr.
Ab Mitte Juli empfiehlt sich eine biologische Bekämpfung mit HM-Nematoden. Das sind kleine Fadenwürmer der Art Heterorhabditis bacteriophora, die in die Larven des Gartenlaubkäfers eindringen und sie mithilfe eines Bakteriums abtöten. Ausbringen können Sie die Nützlinge wie folgt: Mischen Sie die Fadenwürmer ins Gießwasser und spritzen Sie die Mischung mithilfe einer Gießkanne oder Gießbrause auf die betroffenen Flächen. Die Nützlinge sind frei verkäuflich in jeder Gartenhandlung erhältlich. Vom Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel gegen den Gartenlaubkäfer sollte man aufgrund des Erhalts der Biodiversität absehen.
Grundsätzlich ist jedoch zu sagen, dass die beste Prävention einer Gartenkäferplage ein biodiverser Garten ist. Denn zu einer Käferplage kann es nur dann kommen, wenn die Käfer nicht genügend Feinde haben. Der Käfer und die Larven sind Nahrung für Vögel, Maulwürfe und Spitzmäuse. Wie sie neue Strukturen für diese Nutznießer schaffen können, um die Artenvielfalt in Ihrem Garten zu erhöhen, erfahren Sie HIER.

Vogelscheuchen haben bei der Aussaat leider die vielen Vögel nicht abgehalten, unser Saatgut zu fressen! Gibt es ein Vlies, das hilft?
Da unsere Blühmischungen Lichtkeimer sind, ist ein Vlies kontraproduktiv. Der Vliesschutz würde Sonnenstrahlen abhalten und somit die Mischung beim Keimen hindern.
Durch die Vielfalt der Samengrößen ist eine Selektion durch Vogelfraß nicht weiter schlimm – die Tiere können nicht alle Samen der Mischungen fressen -. Dies hat zur Folge, dass Ihr Blühstreifen eine ganz spezielle Artenzusammensetzung besitzt, die sich (wie alle unsere Blühmischungen) dynamisch über die Jahre verändern wird.

Gibt es ein Schild, das auf die Aktion hinweist?
In unserem Download-Bereich finden Sie ein Schild zum Ausdrucken.

Wo kann ich Saatgut für größere Flächen bestellen?
Unsere Blühmischung „Bunte Feld- und Wildblumenmischung“ wird in einer abgewandelten Form unter der Bezeichnung „Schmetterlings- und Wildbienensaum“ vom Hersteller Rieger-Hofmann vertrieben. Achten Sie bei der Bestellung auf die Ursprungsregion. Wir empfehlen die Region 17 oder zur Not angrenzende Regionen, beispielsweise Region 16

Welche Apps eignen sich für die Bestimmung der Kräuter und Wildblumen und liefern weitere Informationen?
Wir empfehlen Ihnen dazu die App Flora Incognita. Diese finden Sie u.a. im Google Play Store.

Gibt es einen Instagram-Account?

Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie Landkreis Ravensburg gibt es eine Instagram-Seite (@naturvielfalt.ravensburg). Wir freuen uns, wenn Sie Aufnahmen Ihrer Blühflächen mit uns teilen.

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Häufige Fragen (FAQs)

Jedes Jahr erreichen uns viele spannende Fragen. Von der Bodenvorbereitung, über die Aussaat bis zur Pflege. Eine Auswahl der häufigsten Fragen – gegliedert nach Gemüseart

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Bodenvorbereitung Blühmischung

Erste Vorbereitungen zum Frühlingsbeginn Wenn Sie sich für unsere Feld und Wildblumenmischung entschieden haben, gilt es bereits Ende März die künftige Fläche vorzubereiten. Da Einsaaten

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