Pflegetipps „Fleischtomate“

Fleischtomate „Ponderosa Purpurviolette“

Die mittelgroße Fleischtomate „Ponderosa Purpurviolette“ ist im Grundton rosarot und leicht violett-stichig. Die historische Tomatenfrucht ist leicht gerippt und trumpft mit einem sehr frischen aromatischem Geschmack. Die saftigen Früchte reifen relativ früh, werden bis zu 150 g schwer und eignen sich hervorragend zum Frischverzehr, für Salate, aber auch zum Einkochen.

 

Die großzügige Förderung durch die Kreissparkasse Ravensburg ermöglicht es uns, das Saatgut dieser besonderen Tomatenmischung kostenfrei zur Verfügung zu stellen. 

Bodenvorbereitung

Wie muss der Boden für die Tomaten vorbereitet werden?

Tomaten profitieren von einem nährstoffreichen Boden. Vor dem Pflanzen können organische Materialien wie Kompost oder gut verrotteter Dünger in den Boden eingearbeitet werden, um die Nährstoffversorgung zu verbessern.
Vor dem Auspflanzen ist es ratsam den Boden umzugraben. Entfernen Sie dabei altes Wurzelwerk, Beikraut oder Steine, die Ihre Tomatenpflanzen später beim Wurzeln hindern könnten. Danach können Sie den Boden mit Kompost anreichern und mit einer frischen Mulchschicht bedecken, dann gedeihen die Gurken besonders gut.
Auf dem Balkon gedeiht die Fleischtomate ebenfalls gut, wenn Sie folgende Tipps beherzigen: Je mehr Platz eine Pflanze hat, desto besser kann sie sich entfalten und desto schöner werden auch ihre Früchte. Daher ist es ratsam, einen hohen Kübel mit mindestens 30 cm Durchmesser und ca. 20 Liter Volumen zu wählen. Unsere Tomate „Ponderosa“ benötigt eine humose, nährstoffreiche Erde, daher eignet sich torffreie Bio-Gemüseerde besonders gut. Falls sich noch alte Erde aus dem Vorjahr im Kübel befindet, tauschen Sie diese bitte mit frischer, nährstoffreicher Erde aus.
Um die spätere Ernte zu erleichtern und die Gefahr von Krankheiten zu minimieren ist es ratsam, die Tomaten an einer Rankhilfe emporwachsen zu lassen. Als Rankhilfe eignen sich Spaliere, Zäune, einfache Stangen oder gespannte Schnüre. Bedenken Sie dabei, dass die Früchte später ein nicht unerhebliches Gewicht entwickeln, das gestützt werden sollte.

Standort

Welche Standortansprüche haben unsere Tomaten?

Unsere Fleischtomate bevorzugt einen humusreichen Standort. Es empfiehlt sich den Boden mit einer 3 cm hohen Schicht an Kompost anzureichern und leicht in die Erde einzugraben. Der Kompost fügt der Erde eine kleine, aber stetige Menge an Nährstoffen hinzu und hilft der Erde, Wasser zu halten, damit die Wurzeln nicht austrocknen.
Unsere Tomate „Ponderosa“ benötigt einen stark besonnten Standort (mindestens 6-8 Stunden Sonne im Hochsommer) damit die roten Früchte der Tomaten gut ausreifen können, um so ihren ganzen Geschmack entfalten zu können.
Außerdem empfiehlt es sich, die Tomate ein wenig in den Windschatten zu pflanzen. Starke Böen können die jungen Triebe der Tomatenpflanzen verletzen oder im schlimmsten Fall die grazilen Blüten im Spätsommer abreißen, was dann eine verminderte Tomatenernte zur Folge hat.
Beim Anbau im Kübel kann der Standort zum Beispiel eine sonnige Terrasse mit Überdachung sein oder eine geschützte, warme Hauswand.

 

Anzucht

Wie funktioniert die Anzucht?

Bei unseren Tomaten empfiehlt es sich, die jungen Pflanzen zu Hause auf der Fensterbank vorzuziehen und erst nach den Eisheiligen (15.5.) in den Garten zu pflanzen. Platzieren Sie die Samen einzeln in kleine Anzuchtstöpfchen oder funktionieren Sie hierfür einen alten Eierkarton um. Der richtige Platz für das Vorziehen von Keimlingen ist die Fensterbank. So erhalten sie ausreichend Licht und können an diesem zugänglichen Platz gut beobachtet und gepflegt werden. Während der Anzucht sollten Sie die Pflänzchen regelmäßig gießen und die Erde der Pflanzen sollte nie austrocknen. Da die Tomaten anfällig für Grauschimmel sind, sollte eine direkte Bewässerung vermieden werden. Wässern Sie anstelle lieber das anliegende Erdreich.

Auspflanzen

Wann erfolgt die Aussaat? Was gilt es dabei zu beachten?

Für die Vorzucht ab März im Haus eignen sich kleine Töpfchen oder eine Aussaatplatte, Sie können hierfür auch einen alten Eierkarton umfunktionieren. Der richtige Platz für das Vorziehen von Keimlingen ist die Fensterbank. So erhalten sie ausreichend Licht und können an diesem zugänglichen Platz gut beobachtet und gepflegt werden. Während der Anzucht sollten Sie die Pflänzchen regelmäßig gießen und die Erde der Pflanzen sollte nie austrocknen. Tomaten sind sehr kälteempfindlich, daher brauchen sie einen durchgehend warmen Standort!
Die Samen nur leicht ca. 0,5 cm in die Erde drücken und mit einer hauchdünnen Erdschicht bedecken, denn Tomaten sind Lichtkeimer.
Nach dem Säen ist es wichtig, den Boden ausreichend zu befeuchten, um die Samen zu aktivieren.

 

Pflege

Was gilt es für eine reiche Ernte zu beachten?

Da die jungen Pflanzen trotz des durchlässigen Bodens einen hohen Wasserbedarf haben und zu den Starkzehrern zählen, ist permanentes Gießen und regelmäßiges leichtes Düngen unerlässlich. Besonders beim Anbau im Kübel brauchen die Tomatenpflanzen regelmäßige Düngergaben. Staunässe sollte beim Gießen jedoch vermieden werden.
Wenn sich einmal ein ordentliches Wurzelsystem entwickelt hat, reicht es wenn die Tomaten morgens gegossen werden. Wenn Sie den Tomaten darüber hinaus etwas besonders Gutes tun wollen, freuen sie sich alle 3 Wochen über eine Brennesseljauche.
Um die jungen Tomaten ein wenig vor dem Wind zu schützen, ist es ratsam die Tomatenpflanzen ca. 2 Wochen nach dem Auspflanzen an einen Bambusstab oder eine Spiralstange zu binden. Binden Sie die Pflanze am Besten unterhalb eines Blütenstandes an.

 

Ernte

Wann kann geernet werden?

Erntezeit: ca. 4 Monate nach der Aussaat


Wenn die Pflanzen gut eingewurzelt sind, wird ein Stab oder eine andere Rankhilfe benötigt, damit der Haupttrieb senkrecht aufgeleitet werden kann. Theoretisch ist eine zweitriebige Kultur möglich, unter unseren Klimaverhältnissen aber nicht empfehlenswert, da die Reifezeit hierdurch verzögert wird. Bei der eintriebigen Kultur werden alle Nebentriebe, die sich in den Blattachsen bilden, möglichst frühzeitig mit dem Fingernagel abgebrochen. Bitte schneiden Sie die Pflanzen nicht mit einer Schere oder Skalpell, dadurch könnten Erreger in die Pflanze gelangen. Ohne diesen Vorgang bildet die Pflanze an fast jeder Blattachse neue Triebe (sogenannte Geize) und versucht ihre Energie gleichmäßig zu verteilen. Durch das Entfernen der Triebe (Ausgeizen) steht den bestehenden Früchten mehr Energie zum Ausreifen zur Verfügung.
Im Laufe des Sommers sollten die unteren Blätter der Tomatenpflanze Stück für Stück entfernt werden. Ab Ende Juli sind die ersten Fleischtomaten reif. Da die Früchte von Fleischtomaten oft sehr fest am Stängel hängen, ist es hilfreich, die Früchte mit einem sauberen Messer oder einer Schere zu ernten, wenn man sie mit der Hand nicht abknipsen kann.

 

Vermehrung

Wie vermehre ich meine Tomaten selbstständig?

Unser Saatgut ist samenfest. Eine Pflanzensorte ist immer dann samenfest, wenn aus ihrem Saatgut wieder eine “gleiche” Pflanze nachwächst. So haben Sie die Möglichkeit aus Ihrem Gemüse immer wieder neue Pflanzen zu beziehen, mit ähnlicher Gestalt und Eigenschaft wie die der Elternpflanze. Gezüchtete Sorten aus dem Supermarkt haben diese Eigenschaft meist verloren.

Wie funktioniert die Samenernte?

Speziell für die Samenernte unserer robusten und samenfesten Tomaten hat unser Freund und Vielfaltsretter Patrick Kaiser eine kleine Video Bedienungsanleitung erstellt. Die Videoanleitung zeigt eindrucksvoll, wie einfach durch ein paar Kniffe das Saatgut unserer Tomaten erntbar wird. Da ein Bild ja bekanntlich mehr als 1000 Worte sagt, gelangen Sie HIER zu dem Video.

Vergessen Sie dabei nicht, den Behälter zu beschriften, um die Sorte und das Erntejahr zu kennzeichnen.

App-Vorschläge/ Medien

Gibt es einen Instagram-Account?

Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie Landkreises Ravensburg gibt es eine Instagram-Seite (@naturvielfalt.ravensburg). Wir freuen uns, wenn Sie Aufnahmen Ihrer Blühflächen mit uns teilen.

mehr tipps und tricks

Häufige Fragen (FAQs)

Jedes Jahr erreichen uns viele spannende Fragen. Von der Bodenvorbereitung, über die Aussaat bis zur Pflege. Eine Auswahl der häufigsten Fragen – gegliedert nach Saatgutmischung

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