PflegeTipps Gurke Johanna

Gurke „Johanna“

Seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannte und beliebte, schnellwüchsige Sorte mit dickem Fruchtfleisch und glatter Schale. Die Landgurke „Johanna“ bildet knackige, bis zu 25 cm lange Früchte mit viel Fruchtfleisch und gedeiht auch sehr gut im Freiland.

Bodenvorbereitung

Wie muss der Boden  vorbereitet werden?

Vor dem Auspflanzen ist es ratsam den Boden umzugraben. Entfernen Sie dabei altes Wurzelwerk, Beikraut oder Steine, die Ihre Gurkenpflanzen später beim Wurzeln hindern könnten. Danach können Sie den Boden mit Kompost anreichern und mit einer frischen Mulchschicht bedecken, dann gedeihen die Gurken besonders gut.
Auf dem Balkon gedeiht die Gurke ebenfalls gut, wenn Sie folgende Tipps beherzigen: Je mehr Platz eine Pflanze hat, desto besser kann sie sich entfalten und desto schöner werden auch ihre Früchte. Daher ist es ratsam, einen hohen Kübel mit mindestens 30 cm Durchmesser zu wählen. Unsere Gurke „Johanna“ benötigt eine humose, nährstoffreiche Erde, daher eignet sich torffreie Bio-Gemüseerde oder eine ausgewiesene Balkonerde besonders gut.
Um die spätere Ernte zu erleichtern und die Gefahr von Krankheiten zu minimieren ist es ratsam, die Gurken an einer Rankhilfe emporwachsen zu lassen. Als Rankhilfe eignen sich Spaliere, Zäune, einfache Stangen oder gespannte Schnüre.

Standort

Welche Standortansprüche haben die Gurken?

Die Gurke „Johanna“ braucht einen lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden. Sie kann als Freilandsorte, als Kübelpflanze auf dem Balkon oder im geschützten Anbau (Folientunnel oder Gewächshaus) kultiviert werden. Achten Sie hierbei insbesondere auf einen warmen, windgeschützten Standort.
Unsere Gurke benötigt außerdem einen sehr sonnigen Standort. Wir empfehlen einen Standort zu wählen, der im Schnitt 6 Stunden von der Sonne beschienen wird.

 

Aussaat

Wann erfolgt die Aussaat? Was gilt es dabei zu beachten?

Für die Vorzucht ab Mitte März bis April im Haus eignen sich kleine Töpfchen oder eine Aussaatplatte, Sie können hierfür auch einen alten Eierkarton umfunktionieren. Der richtige Platz für das Vorziehen von Keimlingen ist die Fensterbank. So erhalten sie ausreichend Licht und können an diesem zugänglichen Platz gut beobachtet und gepflegt werden. Während der Anzucht sollten Sie die Pflänzchen regelmäßig gießen und die Erde der Pflanzen sollte nie austrocknen. Gurken sind sehr kälteempfindlich, daher brauchen sie einen durchgehend warmen Standort!
Die Samen sollten ca. 2 cm in die Erde gedrückt werden, denn die Gurke ist ein Dunkelkeimer.
Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde. Der Boden sollte locker und gut vorbereitet sein, um eine einfache Keimung und Wurzelentwicklung zu ermöglichen. Schwere oder verdichtete Böden können das Keimen der Samen beeinträchtigen.
Nach dem Säen ist es wichtig, den Boden ausreichend zu befeuchten, um die Samen zu aktivieren. Bei zu Staunässe neigenden Böden sollte mit Bedacht gegossen werden, um zu vermeiden, dass die Gurkensamen im Boden im Wasser steht und fault.

Auspflanzen der vorgezogenen Gurkenpflanzen
Wie unsere Haut muss sich eine Pflanze, die hinter Glas gezogen wurde, erst langsam an das UV Licht gewöhnen. Ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist) können die Gurkenpflanzen in einem Abstand von 30 cm x 100 cm ins Freiland ausgepflanzt werden. Die Gurke ist sehr kälteempfindlich und wächst bei Temperaturen unter 15 Grad nicht, daher pflanzen Sie die Gurken nicht zu früh ins Freiland aus!
Stellen Sie hierfür Ihre Pflänzchen an einem warmen Tag erst einmal nur für kurze Zeit in die Sonne (im Optimalfall in den Halbschatten). Nach 2-3 Tagen können dann die Pflanzen in die volle Sonne mit einem Abstand von 30 cm x 100-150 cm cm ausgepflanzt werden. Kräftiges Angießen nach der Pflanzung nicht vergessen, damit die jungen Wurzeln nicht austrocknen und schnell ins neue Substart hineinwachsen.

Pflege

Was gilt es für eine reiche Ernte zu beachten?

Gurkenkeimlinge werden leider gerne von Schnecken gefressen. Gießen Sie den Boden also nur einmal in der Woche ordentlich mit einem Wasserschlauch und lockern Sie den Boden regelmäßig mit der Hacke auf. Das Gießen am Morgen kann helfen, sie vor dem nächtlichen Schneckentod zu retten. Tipp: Sollte der Schneckenfraß zu stark werden, schützen Sie Ihre Setzlinge durch einen Schneckenzaun oder einen Ring aus Sägemehl, Steinmehl oder Branntkalk rund um Ihr Gemüsebeet.
Bei richtiger Pflege sollten die ersten Gurkenkeimlinge nach 15 – 30 Tagen erscheinen.
Da die Gurken zu den Starkzehrern zählen, benötigt sie viele Nährstoffe. Nachdüngen während der Wachstumsphase kann also von Vorteil sein. Wenn Sie Ihr Beet jedoch vorher ausreichend mit reichlich Kompost und/oder Langzeitdünger vorbereitet und mit einer Mulchschicht geschützt haben, benötigen die Gurkenpflänzchen nur noch wenig weitere Düngung.
Gurken brauchen regelmäßig Wasser, besonders bei warmer und sonniger Witterung. Sobald die Gurke zu blühen beginnt, benötigt sie mehr Wasser. Der Boden sollte nun nicht mehr austrocknen. Durch eine Mulchschicht aus Rasenschnitt kann sich der Gießaufwand jedoch auf einmal die Woche begrenzen. Ohne Mulchschicht ist darauf zu achten, dass der Boden der Gurken stets feucht jedoch nicht zu nass ist.

 


Ernte

Wann kann geernet werden?

Ab Juli trägt die Gurke ihre ersten Früchte und kann bis Ende September geerntet werden. Verwenden Sie hierfür ein scharfes Messer oder eine Schere, um die Früchte sauber abzuschneiden und die Pflanze dabei nicht zu verletzen.
Bei früher Ernte, solange die Schale noch dunkelgrün ist, eignet sich unsere Gurke „Johanna“ als delikate und ergiebige Salatgurke. Werden die Früchte älter und die Schale beginnt sich aufzuhellen, kann die Landgurke als Senf- oder Schälgurke geerntet und eingelegt werden.

 

Vermehrung

Wie vermehre ich meine Gurken selbstständig?

Unser Saatgut ist samenfest. Eine Pflanzensorte ist immer dann samenfest, wenn aus ihrem Saatgut wieder eine “gleiche” Pflanze nachwächst. So haben Sie die Möglichkeit, aus Ihrem Gemüse immer wieder neue Pflanzen zu beziehen, mit ähnlicher Gestalt und Eigenschaft wie die der Elternpflanze. Gezüchtete Sorten aus dem Supermarkt (z.B. F1-Hybride) haben diese Eigenschaft meist verloren. Da Gurken zu den Fremdbestäubern gehören, sollte jedoch auch bei samenfesten Sorten keine andere gemischt blühende Gurken in der Nähe sein, da diese sonst durch die Insekten verkreuzt („vermischt“) werden. Für die Samenernte öffnen Sie eine überreife, schon hell gefärbte Gurke und entnehmen die Samenkerne. Die Samen mithilfe eines Siebs gut abspülen und dann ggf. ein bis zwei Tage in Wasser einweichen lassen, um die Gallertmasse um die Samen zu entfernen. Nach zwei Tagen schwimmen die nicht reifen oder keimfähigen Samen an der Oberfläche, die keimfähigen Samen sind zu Boden gesunken. Entfernen Sie die unbrauchbaren Samen und fangen Sie die keimfähigen Samen auf. Die Samen sollten dann auf einem feinen Sieb oder Gitter an einem warmen, trockenen Ort für ein paar Tage getrocknet werden, bevor Sie sie in eine Tüte oder Schraubglas abfüllen können. Beschriftung mit Sortenname und Erntejahr nicht vergessen!

 

App-Vorschläge/ Medien

Gibt es einen Instagram-Account?

Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie Landkreises Ravensburg gibt es eine Instagram-Seite (@naturvielfalt.ravensburg). Wir freuen uns, wenn Sie Aufnahmen Ihrer Blühflächen mit uns teilen.

mehr tipps und tricks

Häufige Fragen (FAQs)

Jedes Jahr erreichen uns viele spannende Fragen. Von der Bodenvorbereitung, über die Aussaat bis zur Pflege. Eine Auswahl der häufigsten Fragen – gegliedert nach Saatgutmischung

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