Essbare Blütenmischung
Ringelblume, Kornblume, Borretsch, Kamille
Hübsche Mischung aus vier (Wild-)Blumensorten, die keine hohen Standortansprüche stellen und einen Farbtupfer in Salaten, auf dem Brot oder auf Süßspeisen bilden!
Dank großzügiger Unterstützung durch die Kreissparkasse Ravensburg können wir das Saatgut dieser besonderen Sorte kostenfrei zur Verfügung stellen.
Bodenvorbereitung
Wie muss der Boden vorbereitet werden?
Die Blütenmischung ist besonders gut für Gärtner-Anfänger*innen geeignet, da sie keine hohen Ansprüche an Boden oder Pflege stellt. Vor dem Auspflanzen ist es ratsam den Boden umzugraben und zu ebnen. Entfernen Sie dabei altes Wurzelwerk, Beikraut oder Steine, die Ihre Blumenpflänzchen später beim Wurzeln hindern könnten. Danach können Sie den Boden mit Kompost anreichern, dann gedeihen die Blumen besonders gut.
Standort
Welchen Standort bevorzugen die Blumen?
Die Blütenmischung stellt keine hohen Ansprüche an ihren Standort, auf vollschattigen Balkonen oder Beeten kann das Wachstum jedoch etwas länger brauchen, als auf sonnigen. Ob auf dem Balkon oder im Garten: Ideal ist ein lockerer, humoser und mäßig nährstoffreicher Boden. Staunässe vermeiden! Die Blütenmischung gedeiht am besten an einem vollsonnigen bis halbschattigen Standort: Wir empfehlen einen Standort zu wählen, der im Schnitt 6 Stunden von der Sonne beschienen wird.
AUSSAAT
Wann erfolgt die Aussaat? Was gilt es dabei zu beachten?
Für die Vorzucht ab März im Haus eignen sich kleine Töpfchen oder eine Aussaatplatte, Sie können hierfür auch einen alten Eierkarton umfunktionieren. Der richtige Platz für das Vorziehen von Keimlingen ist die Fensterbank. So erhalten sie ausreichend Licht und können an diesem zugänglichen Platz gut beobachtet und gepflegt werden. Während der Anzucht sollten Sie die Pflänzchen regelmäßig gießen und die Erde der Pflanzen sollte nie austrocknen.
Da die essbare Blütenmischung aber sehr robust ist, eignet sie sich gut als Direktsaat und kann ab Mitte April ins Freiland gesät werden. Hierfür die Samen nur leicht ca. 0,5 cm in die Erde drücken und mit einer hauchdünnen Erdschicht bedecken, denn die Blumen sind Lichtkeimer! Am besten gelingt es, wenn die Samen breit und locker auf das Beet oder den Balkonkasten ausgestreut werden. Harken Sie die Samen gegebenenfalls leicht an, damit sie sofort guten Bodenkontakt haben und noch schneller keimen.
Der Boden sollte locker und gut vorbereitet sein, um eine einfache Keimung und Wurzelentwicklung zu ermöglichen. Schwere oder verdichtete Böden können das Keimen der Samen beeinträchtigen.
Nach dem Säen ist es wichtig, den Boden ausreichend zu befeuchten, um die Samen zu aktivieren. Bei zu Staunässe neigenden Böden sollte mit Bedacht gegossen werden, um zu vermeiden, dass die Blumensamen im Boden im Wasser stehen oder weggeschwemmt werden.
Pflege
Was gilt es für eine reiche Ernte zu beachten?
Nach dem Keimen können Sie die weniger kräftigen oder zu eng stehenden Keimlinge vorsichtig ausdünnen, d.h. auf einen Abstand von ca. 10-20 cm vereinzeln. So bekommen die kräftigen Keimlinge genug Platz zum Wachsen. Dies muss jedoch nicht durchgeführt werden, wenn man eine dichte Blumenwiese wünscht.
Regelmäßiges Gießen ist besonders im Sommer wichtig. Um die Verdunstung des Wassers zu minimieren, können Sie die Beete mit Stroh, Grasschnitt o.ä. mulchen.
Tipp: Als Faustregel zum Gießen sagt man, dass die obersten 2 cm des Bodens ausgetrocknet sein sollten, bis man erneut nachgießt. Im Hochsommer ist tägliches Gießen jedoch meist unerlässlich.
Die essbare Blütenmischung zählt zu den Schwachzehrern und benötigt daher nicht viele Nährstoffe. Wenn Sie für die Aussaat die Beete mit Kompost und/oder Langzeitdünger gedüngt haben, braucht die Blumenmischung keine Düngergabe mehr.
Ernte
Wann kann geerntet werden?
Zwischen Juni und Juli beginnen die Blumen zu blühen und können nun fortlaufend bis in den Herbst geerntet werden. Wenn Sie die Blüten für Tee oder frisch in den Salat ernten wollen, schneiden Sie nur die Blütenköpfe ohne viel Stiel ab. Sie können Sie natürlich ebenso gut als Schnittblumen für die Vase schneiden.
Um eine fortlaufende Blüte bis in den Herbst hinein zu unterstützen, ist es ratsam, die Wildblumen durchgehend zu schneiden oder auch einmal die ganze Pflanze kräftiger zurückzuschneiden.
Vermehrung
Wie vermehre ich selbstständig?
Unser Saatgut ist samenfest. Eine Pflanzensorte ist immer dann samenfest, wenn aus ihrem Saatgut wieder eine “gleiche” Pflanze nachwächst. So haben Sie die Möglichkeit, aus Ihren Wildblumen immer wieder neue Pflanzen zu ziehen, mit ähnlicher Gestalt und Eigenschaft wie die der Elternpflanze. Gezüchtete Sorten aus dem Supermarkt oder Baumarkt haben diese Eigenschaft meist verloren.
Unsere Blumenmischung sät sich sehr leicht von selbst aus und wird mit etwas Glück auch im kommenden Jahr Farbe in Ihren Garten zaubern. Sie können die Samen jedoch auch ganz gezielt ernten und für die erneute Aussaat trocknen: Lassen Sie die Blumen dafür vollständig ausblühen. Die Ernte beginnt, wenn sich der Blütenkopf dunkelbraun verfärbt hat.
Nun heißt es, die jeweiligen Samenkapseln zu finden. Diese sehen bei jeder der Wildblumen anders aus:
Bei der Ringelblume sind es kleine, braune Halbmonde, die als ein Kranz an der verblühten Blüte reifen.
Bei der Kornblume befindet sich im weiß-pelzigen Blütenkörbchen eine runde, feste Samenkapsel mit dem Kornblumen-Samen.
Beim Borretsch sind es dunkelbraune bis schwarze, ovale Samen in der Mitte der braun verblühten Blüte. Sie werden bis zu 0,5 cm groß.
Bei der echten Kamille sitzen die winzigen, kleinen Samen im gelben Fruchtboden der verblühten Blüte.
Die Samen sollten dann auf einem feinen Sieb oder Gitter an einem warmen, trockenen Ort für mehrere Tage getrocknet werden, bevor Sie sie in eine Tüte oder Schraubglas abfüllen können. Beschriftung mit Sortenname und Erntejahr nicht vergessen!
App-Vorschläge/ Medien
Gibt es einen Instagram-Account?
Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie Landkreises Ravensburg gibt es eine Instagram-Seite (@naturvielfalt.ravensburg). Wir freuen uns, wenn Sie Aufnahmen Ihrer Blühflächen mit uns teilen.




