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Pflegetipps Karotten – Mix

Karotten-Mix



Blühende, naturnahe Gärten sind schön fürs Auge. Für die Tierwelt sind sie in Zeiten des Klimawandels und des galoppierenden Artensterbens wertvolle Refugien. Mit dieser alten Kultursorte sorgen Sie nicht nur für Vielfalt im Garten, sondern auch für Abwechslung auf dem Teller.

Diese bunte Mischung besteht gleich aus 4 alten Sorten. Die Vielfalt zeigt sich sowohl in Farbe, Form und Geschmack.
Zusammensetzung:

– Riesen von Colmar 2
– Gniff
– Küttiger
– Jaune du Doubs

Dank der großzügigen Förderung durch die Kreissparkasse Ravensburg ist es uns möglich, das Saatgut kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Bodenvorbereitung

Wie muss der Boden für die Karotten vorbereitet werden?

Der Schlüssel zu schönen Möhrenwurzeln ist ein kontinuierlich gleichmäßig feucht gehaltener Boden. Hierzu sollte der Boden schön wasserdurchlässig sein.
Sollte der Boden zu hart sein, ist es möglich, dass sich Ihre Möhren an der Spitze der Wurzel verzweigen, um so an mehr Nährstoffe zu gelangen. Die Karotte selbst büßt durch diesen charismatischen Krummwuchs nichts an Geschmack ein.
Sollte Sie der Krummwuchs stören, versuchen Sie es nächstes Jahr an einem sandigeren Standort oder lockern Sie das Erdreich tiefgründiger auf (ohnehin ist es ratsam den Standort alle 2 Jahre zu wechseln. Mehr dazu im Kapitel „Fruchtfolge zur Vermeidung von Schädlingen“).

Standort

Welche Standortansprüche haben die Karotten?

Es empfiehlt es sich den Boden Ihres Möhrenbeetes vor der Aussaat tief mit einer Grabegabel oder Mistgabel zu lockern. Staunässe ist zu vermeiden, da die Möhren sonst aufplatzen.
Aus diesem Grunde sind zu schwere Böden als potenzielles Möhrenbeet gänzlich ungeeignet.
Am besten gedeihen die Karotten an einem Ort, der schon länger als Gemüsebeet bewirtschaftet wurde.
Hohe Nährstoffansprüche haben unsere alten Möhrensorten sind. Es genügt bei Bedarf beim Auflockern des Bodens eine dünne Kompostschicht in den Boden einzuarbeiten.

Wie groß sollte mein Karottenbeet sein?

Bei einem Pflanzabstand von 10 cm und einem Reihenabstand von 35 cm benötigen Sie ein Beet zwischen 8 – 15 m²

Sollten Sie interessiert daran sein verschiedenes Gemüse im gleichen Beet anzupflanzen empfiehlt es sich die kostenlose App unserer Freunde alphabeet zu nutzen, mit der Sie die optimalen Beetnachbarn ermitteln können. www.alphabeet.org.

Aussaat

Wann erfolgt die Aussaat? Was gilt es dabei zu beachten?

Wenn Sie nach den Eisheiligen beginnen, Ihre vorgezogenen Tomaten auszupflanzen, können Sie dies mit der Aussaat unserer robusten Karotten verbinden.
Tipp: Im Vergleich zu klassischen Möhrensorten, liegt der Aussaatzeitpunkt unserer robusten Möhren relativ spät. Es empfiehlt sich dennoch bei der Aussaat geduldig zu sein, frühere Aussaaten bedeuten bei dieser Art oft einen hohen Ausfall im Ertrag.

Gesät wird relativ flach, maximal 1 cm tief. Säen Sie die Saat dünn aus, am besten mit einem Abstand von 2 bis 4 cm zwischen jedem Samenkorn. Bedecken Sie die Rillen mitsamt den Samen mit Erde, drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie. Wie alle Möhrensamen brauchen die robusten Rüebli lange zum Keimen.
Nach drei 3 Wochen sollten aber die ersten grünen Spitzen zu sehen sein. Achten Sie in dieser Zeit darauf, dass kein Beikraut die Sämlinge überwuchert. Gegossen wird nur bei großer Trockenheit.

Pflege

Was gilt es für eine reiche Ernte zu beachten?

Damit sich Ihre Karotten zu stattlichem Wurzelgemüse entwickeln, benötigen sie einen kontinuierlich gleichmäßig feucht gehaltenen sandig-lehmigen Boden. Andernfalls müssen Sie damit rechnen, dass die Möhren aufplatzen. Damit der Boden nicht zu schnell austrocknet, bietet sich eine dünne Mulchschicht aus Rasenschnitt an. Der Boden sollte zwar feucht, nicht aber nass sein.

Sollten Sie den Boden ausreichend mit Kompost vorbereitet und versorgt haben, benötigen Ihre Rüben keinen weiteren Dünger. Nach 3- 4 Monaten zeigen sich die ersten Wurzelköpfe. Spätestens jetzt sollte die Farbenpracht der verschiedenen Wurzelsorten in Ihrem Garten sichtbar werden.

Neben Ihnen interessieren sich auch viele Käfer, Wanzen und Nager für Ihre Karotten, sobald Sie aus dem Boden ragen. Aus diesem Grund ist es ratsam die Erde rund um die Karotten anzuhäufeln. Das Anhäufeln mit Erde beugt darüber hinaus vor, dass die Karottenköpfe grün bleiben.

Sollte der Boden zu hart sein, ist es möglich, dass sich Ihre Möhren an der Spitze der Wurzel verzweigen, um so an mehr Nährstoffe zu gelangen. Die Karotte selbst büßt durch diesen charismatischen Krummwuchs nichts an Geschmack ein. Sollte Sie der Krummwuchs stören, versuchen Sie es nächstes Jahr an einem anderen Standort oder lockern Sie das Erdreich tiefgründiger auf (ohnehin ist es ratsam den Standort alle 2 Jahre zu wechseln. Mehr dazu im Kapitel „Fruchtfolge zur Vermeidung von Schädlingen“).

 


Ernte

Wann kann geernet werden?

Die Ernte erfolgt ca. 4 – 5 Monate nach Aussaat.

Was gilt es bei der Ernte zu beachten?

Ist die Aussaat arttypisch nach den Eisheiligen erfolgt, können Sie Mitte September mit der Ernte beginnen.
Die Ernte erfolgt vor der Blüte an einem trockenen Tag.  
Die Wurzeln werden vorsichtig ausgegraben und das Möhrenkraut entfernt.
Tipp: Selbst das Möhrenkraut können Sie weiterverwenden – Nicht nur Kleintieren, Pferden und Hühnern schmeckt das grüne Kraut. Versuchen Sie sich doch einmal an einem Möhrenkraut Pesto. Das Rezept hierfür finden Sie in unseren FAQs.
Wie bei unseren anderen Gemüsesorten, ist es ratsam nicht alle Pflanzen zu ernten, sondern einigen die Chance zu geben, um zu erblühen. Neben einem Blütenmeer auf Ihrem Gemüsebeet belohnen die Pflanzen Sie mit reichlich Saatgut im darauffolgenden Jahr, welches Sie erneut verwenden können. Sie brauchen kein neues Saatgut zu erwerben. Die nicht geernteten Karotten über den Winter mit etwas Stroh abdecken.
Mehr dazu im Kapitel „Saatgut & Vermehrung“.

Vermehrung

Wie vermehre ich meine Karotten selbstständig?

Unser Saatgut ist samenfest. Eine Pflanzensorte ist immer dann samenfest, wenn aus ihrem Saatgut wieder eine “gleiche” Pflanze nachwächst. So haben Sie die Möglichkeit aus Ihrem Gemüse immer wieder neue Pflanzen zu beziehen, mit ähnlicher Gestalt und Eigenschaft wie die der Elternpflanze. Gezüchtete Sorten aus dem Supermarkt haben diese Eigenschaft meist verloren.

Wie funktioniert die Samenernte?

Nehmen Sie im Frühjahr vorsichtig das Stroh von den Karottenpflanzen, die Sie für die Samenproduktion auserkoren haben (siehe Kapitel „Pflege & Ernte). Die Pflanzen bilden im zweiten Jahr nun einen bis ca. 1 Meter hohen Stängel an dessen Ende sich die durchaus dekorativen Blüten finden. Die Blütenstände ähneln (aufgrund ihrer Verwandtschaft) der Wilden Möhre aus unserer Blühmischung.
Es empfiehlt sich die großen Stängel der Möhre anzubinden, damit Sie bei schlechtem Wetter oder Sturm nicht umgedrückt werden.

Die doldenartigen Blütenstände sind durchaus dekorativ, sodass man sie auch in eine Blumenrabatte einfügen kann. Die Dolden reifen über einen längeren Zeitraum. Es empfiehlt sich, sie nach und nach zu ernten. Wir empfehlen nur Saatgut von der zentralen Dolde am Hauptstängel zu nehmen, weil sie die besten Samen produziert. Wenn die ersten Samen der Dolde zu Boden fallen, wird die Hauptdolde mit einer Schere komplett abgeschnitten. Optional können die Dolden in einem Gefrierbeutel noch ein paar Tage in der Gefriertruhe nachgelagert werden, um die Larven bestimmter Parasiten so dauerhaft zu vernichten. Die Dolden werden dann an einem trockenen Ort zwischengelagert. Irgendwann im Winter, wenn Sie dafür die Zeit finden, werden die Samen ausgerieben und in einem Glas mit Schraubdeckel trocken aufbewahrt. Dort bleiben sie drei Jahre keimfähig. Direkt nach der Ernte ruhen die Samen in der Regel 3 Monate, d.h. in dieser Ruhephase sind sie nicht keimfähig.
Gut zu wissen: Unsere Karottensorte „Küttiger Rübli“ gehört zu den Karottenarten, bei denen eine extrem hohe Einkreuzungsgefahr durch andere Karottenarten vorkommend ist. So kann es beispielsweise passieren, dass sich Ihre Karottensorte bei der Blüte mit der Wilden Möhre aus Ihrer Blühmischung oder gar mit Karotten aus Ihrem Nachbarbeet kreuzt. Dies schadet der Sorte jedoch nicht, trägt lediglich dazu bei, dass Sie über die Jahre eine eigene regionale Karottensorte entwickeln.

App-Vorschläge/ Medien

Gibt es einen Instagram-Account?

Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie Landkreises Ravensburg gibt es eine Instagram-Seite (@naturvielfalt.ravensburg). Wir freuen uns, wenn Sie Aufnahmen Ihrer Blühflächen mit uns teilen.

mehr tipps und tricks

Häufige Fragen (FAQs)

Jedes Jahr erreichen uns viele spannende Fragen. Von der Bodenvorbereitung, über die Aussaat bis zur Pflege. Eine Auswahl der häufigsten Fragen – gegliedert nach Gemüseart

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